Organisation - Betreuung - Kosten

Der Biberbau hat im Mai 2014 mit der Eingewöhnung für die ersten Kinder begonnen. Im Verlauf von 2014 werden wir durchgehend weitere Kinder aufnehmen.

Aufgrund der hohen Nachfrage empfehlen wir Ihnen, Ihr Kind vormerken zu lassen, sobald Sie Betreuungszeitpunkt und -umfang abschätzen können. Sie können Ihr Kind auch vor dessen Geburt anmelden.

Sie können sich für unsere Elterninfoveranstaltungen auf unserer Website anmelden. Wir schicken Ihnen umgehend eine Anmeldebestätigung zu. Außerdem können Sie über das Formular zur Vormerkung auf einen Krippenplatz Ihr Kind online anmelden. Auch hier erhalten Sie zeitnah eine Bestätigung Ihrer Vormerkung und Informationen zum weiteren Vorgehen.

Gerne bieten wir Ihnen einen persönlichen Termin zur Besichtigung unseres Hauses an. Kontaktieren Sie uns gerne unter info@kita-biberbau.de

Durch die gesetzlichen Vorgaben, unserer Einstellung zu Kindern, unseren Methoden und Erkenntnissen und die Professionalität des pädagogischen Personals ist eine altersgemäße und qualitativ hochwertige Betreuung Ihres Kindes in der Kita Biberbau jederzeit gewährleistet.

Da in einer neuen Einrichtung noch keine anderen Kinder sind, ist ein individuelles Eingehen auf Ihr Kind viel leichter möglich. Die Pädagogin hat Zeit für Sie und Ihr Kind und kann langsam die Gruppe größer werden lassen. Kontakte zwischen den Kindern entstehen erst mit einzelnen Kindern. Alle Kinder können sich langsam an eine größere Gruppe gewöhnen. Die Spielmaterialien und Räume sind neu, die Pädagoginnen sehr motiviert und alle Kinder haben die gleichen Ausgangsvoraussetzungen. Ihr Kind hat also viele Vorteile.

Wir bieten Ihnen Krippenplätze für Kinder ab dem 6. Lebensmonat bis zum Kindergarteneintritt (in der Regel mit drei Jahren) an. Insgesamt haben wir 59 Vollzeitplätze mit unterschiedlichen Buchungszeiten.

Die Kita Biberbau hat von Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, außer an gesetzlichen Feiertagen und den rechtzeitig bekannt gegebenen Schließzeiten.

Grundsätzlich nehmen wir Kinder aus allen Münchner Stadtbezirken auf. Kinder, die außerhalb von München ihren Wohnsitz haben, können nur in Absprache mit der entsprechenden Wohnortgemeinde aufgenommen werden. Bei Fragen dazu, wenden Sie sich bitte an der Referat für Bildung und Sport.

Bei der Anmeldung Ihres Kindes legen Sie die gewünschte Buchungszeit fest. Bei Bedarf können wir diese später bei freien Kapazitäten anpassen.

Sollten Sie einen kurzfristigen Termin haben oder länger arbeiten müssen, sagen Sie uns bitte mindestens einen Werktag zuvor Bescheid, damit wir entsprechend planen können. Die Kosten für je eine Stunde Verlängerung der Betreuungszeit während der Öffnungszeit stehen in der jeweils gültigen Preisliste. Eine Abrechnung dieser Stunden erfolgt am Ende des Monats.

In jeder Gruppe sind drei Pädagoginnen für die Kinder da. Je nach Buchungszeiten arbeiten die Pädagoginnen in Voll- oder Teilzeit. Gemäß dem Prinzip der Immersion ist während der Kernzeit mindestens eine Person englischsprachig und mindestens eine Person deutschsprachig.

Mit den Pädagoginnen der jeweiligen Gruppe können Sie nach der Eingewöhnung beim Bringen und Abholen Ihres Kindes natürlich jederzeit kurz sprechen. Sollten Sie allerdings ein längeres Gespräch wünschen, vereinbaren Sie bitte mit der gewünschten Person einen Termin. Darüber hinaus werden die Pädagoginnen Sie zweimal im Jahr zu einem persönlichen Gespräch einladen.

Die pädagogische Leitung und der Träger bieten wöchentliche Sprechzeiten an. Gerne können Sie aber auch eine E-Mail an die betreffende Person senden oder zu unseren wöchentlichen Sprechstunden sich telefonisch an uns wenden.

Die Eltern des Kindes können das Kind zu den vereinbarten Abholzeiten abholen. Weitere abholberechtigte Personen können Sie schriftlich im Voraus bekanntgeben. Falls diese Personen nicht bekannt sind, ist ein Personalausweis der abholenden Person zu Ihrer und unserer Sicherheit vorzulegen.

In der Kita Biberbau bleiben wir regelmäßig mit Ihnen über das Biberheft im Austausch. Darin tragen Sie und wir alles Wichtige zum Kind ein. Sie schreiben uns z. B. auf, wie Ihr Kind in der Nacht geschlafen hat und wir wissen, dass es vielleicht noch einen Vormittagsschlaf benötigt. Wir schreiben hinein, dass Ihr Kind am Nachmittag keinen Hunger hatte - und Sie wissen, wieso es zwei Portionen zum Abendessen möchte. Das Biberheft nehmen Sie jeden Tag mit nach Hause und bringen es uns am nächsten Betreuungstag wieder mit.

Die genauen Gesamtkosten für die Betreuung in der Kita Biberbau entnehmen Sie bitte der jeweils gültigen Preisliste. Die Betreuungskosten richten sich nach der gewählten Buchungszeit. Weitere Kosten sind die Verpflegung, die Anmeldegebühr und die jährliche Verwaltungspauschale. Eine Kaution von einem monatlichen Betreuungsbetrag erhalten Sie zurück, wenn es keine Rückstände gibt.

Laut Gesetz zur Steuervereinfachung können Betreuungskosten für Kinder bis zu einem Maximalbetrag von z. Zt. 4.000,-- Euro pro Jahr bei der Steuererklärung als Sonderkosten geltend gemacht werden. Ihr Steuerberater kann Sie dazu detailliert beraten. Vom Biberbau erhalten Sie monatlich eine Rechnung für Ihre Unterlagen per Mail.

Die Anmeldegbühr in Höhe von EUR 400,00 beinhaltet verschiedene Leistungen, die wir für Sie erbringen: Anmeldung Ihres Krippenplatzes bei der Stadt München wegen eventueller Förderung, ein Anmeldegespräch inkl. Elternmappe mit Unterlagen, Zugang zum Intranet, ggf. Rücksprache mit Kinderarzt oder Behörden wegen Gesundheit und Allergien, Unterstützung bei Zusatzförderungen der Stadt München.

Die Anmeldegbühr wird einmalig zu Vertragsbeginn erhoben.

Wir erheben eine Verwaltungsgebühr in Höhe von EUR 400,00 pro Jahr. Diese Gebühr beinhaltet die Verwaltung der Buchungszeiten und -belege, 4 x im Jahr Beantragung der Förderung, Verwaltung der Elterngebühren, Rechnungsstellung an die Eltern jährlich oder nach Vereinbarung, tägliche schriftliche Zusammenfassung im Biberheft, 2 x im Jahr Entwicklungsgespräch und Gruppengespräch, ggf. Rücksprachen mit der pädagogischen Leitung oder dem Träger.

Die Verwaltungsgebühr wird jährlich zum Vertragsbeginn erhoben. Im Abschlussjahr Ihres Kindes fällt nur noch für die verbleibenden Quartale eine Verwaltungsgebühr an, für zwei Quartale z.B. 200 Euro.

Die Kaution wird in Höhe der Elterngebühren einbehalten. Sie bietet uns bei Unklarheiten oder bürokratischen Fehlern die Möglichkeit, innerhalb von einem Monat mit Ihnen Rücksprache zu halten und eine Lösung zu finden. Zum regulären Vertragsende bekommen Sie die Kaution zurückerstattet.

Die Kautionszahlung wird Einmalig zu Vertragsbeginn erhoben. Bei Bedarf können wir mit Ihnen eine Ratenzahlung vereinbaren.

Pädagogik – Sprache – Bewegung – Feste – Eingewöhnung – Pflege – Grundbedürfnisse

Grundsätzlich wird in der Kinderkrippe Biberbau nach den gesetzlichen Vorgaben (BayKiBiG, BEP) und den neuesten entwicklungspsychologischen Erkenntnissen gearbeitet. Dem Gesetzgeber und dem gesamten Personal im Biberbau ist der Schutz und die Beteiligung des Kindes sehr wichtig. Sie können deshalb sicher sein, dass Ihr Kind altersentsprechend und liebevoll, ohne Zwang oder Unterdrückung seine Erfahrungen machen darf.

Der Schutz des Kindes heißt aber auch, dass die Kinderkrippe als außerhäusliche Kinderbetreuung jedes Kind auch genau beobachtet, die Grenzen jedes einzelnen Kindes kennt und durch einen guten Rahmen die Voraussetzung schafft, dass sich jedes Kind gut entwickeln kann und ein selbständiges Mitglied der Gesellschaft wird. Die altersgemäße Mitbestimmung des Kindes ist gewährleistet und wird auch durch Fragen an das Kind unterstützt.

Die gesetzlichen Vorgaben werden ständig durch interne und externe Qualitätsmaßnahmen überprüft. Standards und Prozesse für verschiedene Bereiche (z. B. die Eingewöhnung oder das Beschwerdemanagement) sind selbstverständlich und werden kontinuierlich weiterentwickelt bzw. angepasst.

Der Einbezug der Hirnforschung und die langjährige Erfahrung von qualifizierten Pädagoginnen und Pädagogen bieten Ihrem Kind einen positiven und entwicklungsentsprechenden Aufenthalt.

Unser pädagogisches Konzept ist eine Konkretisierung der gesetzlichen Vorgaben in der Kinderkrippe. Wir haben sehr gut überlegt, welche Methoden und Erziehungsansätze eine bestmögliche Kinderbetreuung in diesem Alter gewährleistet.

Wir bieten Ihrem Kind eine Betreuung und Förderung, die keine Experimente oder Trendideen umsetzt, sondern nach gesicherten wissenschaftlichen und langjährig erprobten Methoden arbeitet. Eindeutige Erkenntnisse der Hirnforschung und dem Wissen um das Können eines Kleinkindes werden individuell nach dem Ist-Stand Ihres Kindes umgesetzt.
Ihr Kind als Baumeister seiner Entwicklung kann im altersgerechten Tagesablauf seine Interessen, Handlungsmöglichkeiten, Fähig- und Fertigkeiten und entwicklungsbedingte Grundbedürfnisse erleben und weiterentwickeln. Diese Zeit geben wir Ihrem Kind.

Unser Ziel ist es, die Selbständigkeit Ihres Kindes, den respektvollen Umgang zwischen Kindern und Pädagoginnen sowie den sozialen Austausch in der Gruppe zu fördern. Unsere hochqualifizierten Pädagoginnen unterstützen Ihr Kind aktiv in seiner Entwicklung.

Ein wichtiger Bestandteil des pädagogischen Konzepts in der Kinderkrippe Biberbau ist die Arbeit nach praktischen Grundlagen von Maria Montessori und Emmi Pikler, d. h. das Kind anzunehmen wie es ist und ihm zu ermöglichen Selbständigkeit zu erlangen.
Da das Kind als „eigener Baumeister“ seiner Entwicklung angesehen wird, setzen die Pädagoginnen Vertrauen in den inneren Antrieb und die Neugier. Dafür schaffen die Pädagoginnen entsprechend des Wesens, Entwicklungsstandes und den Bedürfnissen eine liebevoll gestaltete und „vorbereitete Umgebung“.

Die Montessori-Pädagogik versteht sich zudem als Lernen durch „Begreifen“. Durch die freie Auswahl der „Arbeit“ im Freispiel und gezielte Angebote kann das Kind beliebig lang darin vertieft bleiben. Aufgrund dieser „freiwilligen Konzentration“ und die Zeit, die dem Kind geboten wird, gelangt es zu einer „tiefen inneren Zufriedenheit“, die für eine positive Entwicklung erforderlich ist.

Die Pikler-Pädagogik setzt bei der selbständigen und individuellen Entwicklung des Kindes an: die Persönlichkeit eines Kleinkindes kann sich am besten entfalten, wenn die Vermittlung von Geborgenheit und einer sicheren und stabilen Umgebung gewährleistet wird. Daher ist der Respekt vor der Eigeninitiative des Kindes und die Unterstützung seiner selbständigen Tätigkeit ebenso essentiell wichtig wie der Aufbau einer stabilen persönlichen Beziehung zwischen dem Kind und einer vertrauten Bezugsperson. Jedes Kind soll sich zudem stets angenommen und anerkannt fühlen.
Dies bedeutet aber auch, dass wir manche Dinge nicht machen.
Wir bieten den Kindern genau die Förderanreize, die in den sensiblen Phasen in den verschiedenen Bereichen im Krippenalter wichtig sind. Themen, die nicht aus dem Erfahrungshorizont des Krippenkindes kommen bzw. die Kinder damit überfordert wären, setzen wir nicht um.

Wir gestalten unseren Tagesablauf mit einem altersgemäß sinnvollen Ausgleich zwischen Förderung (z. B. in Form von Angeboten) und der Selbstwirksamkeit des Kindes. Eine Überforderung ist ausgeschlossen, ebenso wie eine Unterforderung, auch wenn vielleicht einmal (im Erwachsenendenken) Langeweile entstehen kann. Denn auch Langeweile unterstützt die Kreativität, das Finden von Lösungen oder das Selbstbewusstsein. Aber manchmal meinen wir Erwachsene, dass sich das Kind langweilt - ohne zu erkennen, dass das Kind „nachdenkt", sich intensiv mit etwas beschäftigt oder genau beobachtet.
Wir versuchen in unserem Vorbildverhalten immer klar, sicher und mit gleichen vorhersehbaren Reaktionen zu sein. Dies schafft Vertrauen, Struktur und eine harmonische Atmosphäre, in der sich die Kinder auf wichtigere Dinge als Machtkämpfe oder Austesten von Grenzen konzentrieren können.

Unsere Angebote, Veranstaltungen, Feste und Projekte sind so gestaltet, dass jedes Kind entsprechend seines Alters oder Entwicklungsstands möglichst viel eigenständig dazu beitragen kann. Deshalb verstehen Sie sicher, dass ein Krippenkind noch keine Laterne basteln kann oder die „Gemälde“ noch nicht perfekt aussehen.

Um die Vorstellung eines Kindes nicht einzuschränken, werden wir z. B. auch keine Dinge „vormalen“, sondern die Gegenstände möglichst real betrachten und Ihr Kind darf z. B. ein Haus oder einen Vogel so malen, wie die Dinge in seiner Vorstellung aussehen. Außerdem würden wir durch das „perfekte“ Vormalen eines Erwachsenen das Kind frustrieren und sein „Können“ als schlechter hinstellen.

Um Ihrem Kind Sicherheit und Orientierung zu bieten, in der es sich wohl fühlen kann, ist der Krippentag durch wiederkehrende Rituale strukturiert. Gleichzeitig sind aber auch durch freie Zeiten die Möglichkeiten gegeben individuellen Bedürfnissen und Wünschen Ihres Kindes nachzugehen. Hierbei wird auch ein Kennenlernen der anderen Gruppen durch gegenseitige Besuche in den verschiedenen Gruppenräumen unterstützt – allerdings erst nach der Eingewöhnung.

Im Wochenablauf bieten wir verschiedene Angebote an, wie z. B. die Babystunde (mit Elementen von PEKiP, Pickler, Montessori und Musik) für Kinder von sechs Monaten bis ca. 14 Monaten. Für die späteren Kindergartenkinder gibt es von Februar bis Juli spezielle Angebote und Projekte mit anspruchsvolleren Aufgaben, damit Ihr Kind gut in seinem neuen Lebensabschnitt zurecht kommt. „Wir sind dann mal weg“ lautet das Motto einmal in der Woche in jeder Gruppe. Das Kennenlernen der nahen und weiteren Umgebung und die regelmäßige Bewegung für Ihr Kind sind uns wichtig. Der Tagesablauf, die Wochenplanung, besondere Veranstaltungen und Angebote hängen neben der Gruppentür und/oder im Eingangsbereich aus und sind für Sie jederzeit einsehbar.

Der Biber gestaltet und verändert seinen Bau und seine Umgebung entsprechend seinen Bedürfnissen und Interessen. In seinem Bau schafft er sich z. B. ein Wohn-, ein Schlaf- und sogar ein Badezimmer – dabei nutzt der Biber die Materialien aus der Natur. Nach diesem Vorbild gestalten wir unseren Biberbau: Jede Gruppe besteht aus zwölf Kindern und drei Pädagoginnen und hat einen Stammraum mit einem besonderen thematischen Schwerpunkt sowie einen angrenzenden Schlafraum.

Da jede Stammgruppe einen anderen thematischen Schwerpunkt hat, ist es uns wichtig, dass zwischen den Räumen ein kontinuierlicher Austausch stattfindet. Gemeinsam mit den Pädagoginnen besuchen die Kinder die anderen Gruppen und können nach Absprache (z. B. auch mal einen Tag in einer anderen Gruppe verbringen. Am Nachmittag kommen die Kinder im Erdgeschoß gemeinsam zusammen und lernen auch dadurch andere Spielpartner und Räume kennen.

Ihr Kind kann seinen Namen schon „lesen“ und braucht keine Hilfsmittel. Probieren Sie es aus! Schauen Sie mit Ihrem Kind ein Bilderbuch mit Bildern und Worten darunter an. Ihr Kind wird nach einer gewissen Zeit auch das Wort ohne Bild richtig nachsprechen, denn Ihr Kind lernt ein Wort als Bild und kann es mit dem gesprochenen Wort verbinden. In den ersten sechs Jahren ist die Sprachförderung bzw. die „Literacy-Erziehung" eine wichtige Aufgabe für Eltern und Pädagoginnen, denn vieles kann man in späteren Jahren nicht mehr vollständig nachholen, da die sensible Phase für das ganze Thema „Sprache" in den ersten Lebensjahren ist.

„Mit dem Begriff „Literacy" werden nicht nur die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens bezeichnet, sondern auch das Text- und Sinnverständnis, Erfahrungen mit der Lese- und Erzählkultur der jeweiligen Gesellschaft, Vertrautheit mit Literatur und anderen schriftbezogenen Medien sowie Kompetenzen im Umgang mit der Schriftsprache.

Literacy wird bereits in der frühen Kindheit grundgelegt. Da Kleinkinder in ihren Familien unterschiedliche Erfahrungen mit der Lese-, Erzähl- und Schriftkultur ihrer Gesellschaft machen, sind Pädagoginnen und Pädagogen gefordert, hier ausgleichend bzw. kompensatorisch tätig zu werden. Außerdem sollen sie generell relevante Vorläuferfähigkeiten fördern, da Literacy in der heutigen Wissensgesellschaft von größter Bedeutung ist. Wissenschaftliche Untersuchungen haben belegt, dass diejenigen Kinder in der Schule bessere Sprach-, Lese- und Schreibkompetenzen aufweisen, die in der frühen Kindheit vielfältige Erfahrungen mit Sprache, Vorlesen, (Bilder-) Büchern, Schrift usw. gemacht haben." Martin R. Textor

Das Erlernen der Fremdsprache in der Krippe basiert auf der Methode der Immersion, was so viel bedeutet wie das „Eintauchen“ oder das „Sprachbad“. Zentraler Bestandteil ist die Vermittlung im Zusammenhang, die sogenannte „Kontextualisierung“. Die Sprache muss in die Handlung eingebunden sein. Das Gesagte wird durch Handlungen unterstützt; die Kinder verstehen die Situation durch die damit verbundene Aktivität. Die Kinder werden dabei nicht überfordert, denn die Pädagoginnen verlangen den Kindern keine Leistungen in Form von Arbeitsplänen oder Zielen ab.

Jede Stammgruppe wird zumindest von einer englischsprachigen Bezugsperson betreut. Diese „Native Speaker“ oder Pädagoginnen auf dem Niveau eines Native Speakers sprechen ausschließlich englisch mit den Kindern, während die andere Bezugsperson in der Stammgruppe ausschließlich deutsch spricht. Alle Native Speaker beherrschen zudem auch die deutsche Sprache, um mit den Eltern, den deutschsprachigen pädagogischen Fachkräften sowie mit der pädagogischen Leitung zusammenarbeiten zu können.

Von besonderer Bedeutung ist hier auch die Altersmischung der Stammgruppen. Gerade in der Entwicklung der Sprachkompetenz lernen die jüngsten Kinder von den älteren Kindern, während ältere Kinder durch den Versuch der Anleitung von jüngeren Kindern über das Erlernte reflektieren.

Ihr Kind braucht weder Vorerfahrung noch eine weitere Förderung für die Zweitsprache. Im Gegenteil – durch weitere Förderung oder „Üben“ zu Hause wird die Zweitsprache zum Unterricht, wodurch der spielerische Umgang eher verloren geht.

Die Bewegungserziehung und Förderung der Psychomotorik steigert die positive Einstellung des Kindes und Freude an der Bewegung. Wenn ein Kind sich viel bewegt und selbständig handelt, fördert dies seine psychisch-geistige Entwicklung. Ein Kind, das passiv in seinen Bewegungen und Handlungen bleibt, regt auch seine geistige Entwicklung weniger an und kann kaum Erfolgserlebnisse an sich selbst und mit anderen erleben. Daher ist es wichtig, dass Ihr Kind seinen Bewegungsdrang ausleben kann.
Die Pädagoginnen fördern die Kinder entsprechend sowohl im Bereich der Grobmotorik (Laufen, Schaukeln, Klettern) als auch im Bereich der Feinmotorik (wie Malen, Gestalten, Sinneserfahrungen und mit Spielmaterialien).

Bewegung im Alltag der Kinder wird einerseits aktiv durch Turnen, Toben und Tanzen spielerisch eingebaut. Die Dauer ist den Kindern je nach Kräften und Entwicklungsstand überlassen. So können die Kinder in den Turn- und Bewegungsräumen und auf den Außenflächen unterschiedliche Geräte für unterschiedliche Altersgruppen zum Erfahren vielfältiger Bewegungsabläufe nutzen.
Die Teilhabe an täglichen Erwachsenentätigkeiten wie z. B. das Hantieren mit Werkzeug oder häuslichen Materialien entspricht dem Bedürfnis der Kinder, die Hände zum Experimentieren und Austesten von Materialien (Feinmotorik) zu gebrauchen. Im Fokus steht dabei nicht ein konkretes Ergebnis, sondern vielmehr Grunderfahrungen mit der Welt zu machen, mit allem was sie umgibt.

Für die Kinder unter einem Jahr wird die motorische Heranführung behutsam gefördert. So beginnt Ihr Kind beispielsweise erst mit dem Fangen von Seifenblasen, um dann später Schritt für Schritt seine grobmotorischen Aktivitäten unter Betreuung auszubauen.

Priorität in diesem Alter ist es dem Kind die Möglichkeiten zu bieten das Krabbeln und später das Gehen selbständig zu erreichen. Anregungen und Motivation bekommen sie durch die Altersmischung auch von den älteren Kindern, die bereits krabbeln oder gehen können.

Nach der Eingewöhnung Ihres Kindes kann Ihr Kind an regelmäßig wöchentlich stattfindenden Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung teilnehmen. Diese Zeiten werden auch im Wochenplan festgelegt.
Im Biberbau werden die Geburtstage aller Kinder gefeiert. Dafür stellen wir einen Geburtstagskuchen und Getränke zur Verfügung. Je nach Alter des Kindes findet die Feier in der eigenen Stammgruppe oder im Kinderrestaurant statt.

Jeweils Ende Juli jeden Jahres feiern wir mit allen Kindern und Eltern das Sommerfest. Bei dem Fest bereiten wir für alle Essen und Trinken vor und genießen zusammen das Ende des Krippenjahres. Bei dem Fest verabschieden wir uns auch von den Kindern, die in den Kindergarten gehen.
Die Ausflüge und Feste sind auf den Entwicklungsstand und dem Erfahrungshorizont der Krippenkinder ausgerichtet. Wir möchten Ihr Kind weder unter- noch überfordern, eine Reizüberflutung vermeiden und Stressfaktoren nicht entstehen lassen.

Eine ethische und religiöse Bildung ist die Voraussetzung für ein funktionierendes Gemeinwesen. Unter religiöser Bildung verstehen wir die neutrale Vermittlung von den zentralen Gedanken der unterschiedlichen Religionen. Dies wird in den Alltag der Kinder vor allem durch das Vorbereiten und Feiern von religiösen Festen und Feierlichkeiten wie Weihnachten oder Ostern realisiert. Dabei werden alle Religionen von den jeweiligen Gruppenkindern beachtet, falls dies im Krippenalter relevant ist. Falls Ihr Kind im jüdischen, islamischen oder anderen Glauben erzogen wird, feiern wir auch diese Feste im Biberbau und binden alle Kinder altersentsprechend ein.

Die Eingewöhnung der Kinder in einer außerhäuslichen Betreuungseinrichtung ist ein wichtiger erster Schritt für das Kind und die Eltern und bedarf daher ausreichend Zeit. Die vollständige Aufnahme Ihres Kindes im Biberbau von einem Tag auf den nächsten ist undenkbar. In einem Vorgespräch mit der pädagogischen Leitung werden mit Ihnen vor dem Beginn der Eingewöhnung zunächst alle organisatorischen Belange und Besonderheiten Ihres Kindes besprochen. Dies ist die Basis dafür, dass die Pädagoginnen Ihr Kind schon etwas kennen und individuell in der Eingewöhnungszeit darauf eingehen können.

Die Eingewöhnungsphase sieht hierbei einen Zeitraum von mindestens drei Wochen vor. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass jedes Kind anders ist und daher keine verbindlichen Aussagen über die Dauer der Eingewöhnung gemacht werden können.
Sie als Eltern haben eine große Bedeutung für die Entwicklung Ihres Kindes und damit auch für die Eingewöhnung: Sie dienen Ihrem Kind als eine Art „sichere Basis“ bei seiner Erkundung der neuen Umgebung. Daher ist insbesondere in fremden Umgebungen die Anwesenheit einer „Bindungsperson“ für jedes Kind unverzichtbar.

In den ersten Tagen hat das Kind die Möglichkeit, sich durch seine eigenen Tätigkeiten wie Beobachtung, Erkundung und sozialer Kontaktaufnahme mit der Situation vertraut zu machen. Die Bezugspädagogin in der Gruppe Ihres Kindes nimmt Kontakt zu Ihnen und Ihrem Kind auf und wird so langsam zu einer weiteren Bezugsperson Ihres Kindes.

Der Besuch in den ersten Tagen dauert maximal eine Stunde. Die bloße Anwesenheit der Eltern im Raum genügt um für das Kind einen „sicheren Hafen“ zu schaffen wenn es sich eventuell überfordert fühlt. Die Besuche werden dann ab der zweiten Woche individuell bis zur gebuchten Betreuungszeit ausgedehnt.
Wenn es den Pädagoginnen gelungen ist einen guten und intensiven Kontakt zum Kind aufzunehmen, gibt es eine erste Trennung von den Eltern über eine kurze Dauer.

Dabei wird von den Pädagoginnen ein Abschied initiiert, wenn das Kind entspannt ist. Die Pädagoginnen sind in der Zeit der Trennung liebevoll darum bemüht, das Vertrauen Ihres Kindes zu gewinnen. Die Mutter oder der Vater kehrt, sofern sie nicht früher zurückgerufen werden, zu einem vereinbarten Zeitpunkt in den Gruppenraum zurück und nimmt das Kind aus der Eingewöhnungssituation heraus. Die Trennungszeiten werden dabei von Tag zu Tag länger. Wenn Ihr Kind die Pädagoginnen als Bezugsperson in vollem Umfang akzeptiert hat, ist die Eingewöhnung abgeschlossen.

Die gesamte Eingewöhnungszeit wird dokumentiert und in Absprache mit den Eltern individuell im Interesse des Kindes durchgeführt. Nach der Eingewöhnungszeit erfolgt nach ca. sechs Wochen ein abschließendes Elterngespräch.

Selbstverständlich können Sie davon ausgehen, dass alle pflegerischen Tätigkeiten (Wickeln, Füttern, Anziehen usw.) sorgfältig und sensibel durchgeführt werden. Wir sprechen mit dem Kind bei den durchgeführten Tätigkeiten, leiten zum selbst Tätigwerden an und geben die entsprechende Zeit für eigene Erfolgserlebnisse.

Die Reinigung der Haut wird mit Wasser und Waschlappen durchgeführt, Feuchttücher werden nur in Ausnahmesituationen benutzt. Notwendige Cremes werden verwendet, aber kein Puder oder Öl, welche die Haut reizen können.

Zur Pflege gehören natürlich auch ausreichende Ruhephasen und anregende Spielmöglichkeiten. Hierbei wird Ihr Kind genau beobachtet und auf die Bedürfnisse entsprechend eingegangen. Selbstverständlich werden wir ein Kind nicht wecken, da im Schlaf die Erlebnisse verarbeitet werden und ein Wecken in einer Tiefschlafphase negative Auswirkungen haben kann.

Wir kaufen Windeln und sämtliche weiteren Hygieneartikel ein. So ist Ihr Kind immer versorgt und Sie brauchen keine Materialien kaufen oder nachfüllen. Falls Ihr Kind einmal eine spezielle Creme oder Sonnenschutzmilch benötigt, dürfen Sie diese natürlich mitbringen.

Die Glasflasche ist leicht zu reinigen und langlebig. Wir müssen uns keine Gedanken über schädliche Inhaltsstoffe im Plastik machen oder ob die Trübung Unsauberkeit ist oder Veränderungen/Ablösungen im Flaschenmaterial, welches „vielleicht" Ihr Kind mit der Milch zu sich nimmt.
Babys werden bei uns mit der Flasche nicht alleine gelassen. Wir halten das Kind im Arm und halten die Flasche so wie Ihr Kind am besten trinken kann.

Kinder im ersten Lebensjahr benötigen noch sehr viel Körperkontakt. Wir füttern Ihr Baby auf dem Arm in der gleichen Position, wie eine Mutter ihr Kind stillt – also in leicht liegender Position. Außerdem hat das Baby meist erst mit acht Monaten die Ebene des Sitzens eigenständig erreicht. Vor diesem Alter kann die Muskulatur den Körper noch nicht tragen und zu frühes Sitzen kann zu Schäden an den Gelenken und der Wirbelsäule führen.

Alle Positionen (Drehen, Krabbeln, Sitzen, Hochziehen, Stehen) werden und wird sich Ihr Baby selbst erarbeiten - im eigenen Tempo. Deshalb werden wir Ihr Kind erst dann alleine auf den Stuhl setzen, wenn die körperliche Entwicklung dies zulässt.

Beim Trinken aus der Schnabeltasse, Sportlerflasche o. ä. hat das Kind den „Schnabel" als Reiz vorne im Mund. Dort, wo ein Reiz ist, geht die Zunge immer hin. Die Schnabeltasse fördert also die Bewegung der Zunge nach vorne und verursacht damit einen fehlerhaften Schluckablauf, einen offenen Biss und später Zischlautstörungen (Lispeln).

Diese „Trinkgefäße“ verhindern die gesunde Trink- (und Sprach-) entwicklung. Kinder können ab ca. sechs Monaten aus einem normalen Becher trinken, erst mit Hilfe und später alleine. Der Übergang von der Flasche zum Becher bzw. Glas oder der Übergang von Löffel zu Gabel und Messer findet altersentsprechend statt, ohne unnötige und schädliche Zwischenlösungen.

Für unterwegs könnte man auch den Strohhalm vorziehen. Dieser bewirkt nämlich das Gegenteil: Die Zunge orientiert sich nach hinten.

Für Kinder, die noch keine feste Nahrung zu sich nehmen können, stehen entsprechend frisch zubereitete Säuglingsmilch, Babynahrungsmittel und Speisen zur Verfügung. Der Übergang von der Flasche zum Löffel erfolgt schrittweise.

Für alle Kinder bieten wir ein kindgerechtes Frühstück, ein warmes Mittagessen von einem spezialisierten und Kitazertifizierten Bio-Cateringservice an, eine Brotzeit und Zwischenmahlzeiten (Obst und Gemüse). Durch schonende Garung bleiben Vitamine und Mineralstoffe im Essen erhalten und immer frisch. Rohkost, wie Salate und Obst sowie Desserts wie Kuchen, Kinderbrei und Milchspeisen bereiten wir in unserer Hausküche täglich frisch vor. Die Lebensmittel für das Frühstück und die Brotzeit kaufen wir bei zertifizierten Bio-Anbietern aus München und Umgebung ein.

Getränke wie Wasser und kindgerechter Tee ohne Zucker stehen für Ihr Kind jederzeit zur Verfügung. Bei Veranstaltungen bieten wir auch verdünnte Fruchtsäfte oder Milchgetränke an.

Im Biberbau haben wir eine eigene Küche, in der eine ausgebildete Hauswirtschaftskraft das Essen zubereitet. Die Hauswirtschaftskraft beachtet dabei selbstverständlich alle hygienischen Vorschriften und ergreift entsprechende Maßnahmen. So wird u. a. die Temperatur des Essens vor dem Servieren kontrolliert und dokumentiert. Das Essen wird außerdem durch tägliche Rückstellproben für eine Woche dokumentiert.

Grundsätzlich vermeiden wir in unserem Speisenangebot ungeeignete Lebensmittel wie Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Hefeextrakte, künstliche und naturidentische Aromen. Damit ermöglichen wir für Ihr Kind eine gesunde und kindgerechte Ernährung. Falls Ihr Kind schon Allergien entwickelt hat, werden diese Stoffe selbstverständlich gemieden bzw. ausgetauscht. Bei der Aufnahme des Kindes gehen wir gerne darauf ein und besprechen das weitere Vorgehen.

Grundsätzlich werden im Biberbau drei Mahlzeiten pro Tag je nach Buchungszeit angeboten. Das Frühstück (8:00 Uhr) findet im Erdgeschoss im Kinderrestaurant statt. Das Mittagessen (11:00 Uhr) und die Brotzeit (14:30 Uhr) gibt es in der Stammgruppe oder im Kinderrestaurant - je nach Situation. In der Gruppe stehen immer frisches Obst und Getränke (Wasser, ungesüßter Tee, verdünnte Säfte nur bei besonderen Situationen) zur Verfügung. Selbstverständlich werden Kinder unter einem Jahr mit der entsprechenden Babynahrung nach Bedarf versorgt.

Ja, es kann! Wenn Sie es lassen und ihm Zeit geben. Wir haben diese Zeit für Ihr Kind in unserem Tagesablauf eingeplant. Ihr Kind beobachtet genau, was und wie Sie etwas tun - und will alles nachmachen. Wir geben Ihrem Kind die Zeit und die Möglichkeit ständig wiederkehrende Handlungen zu wiederholen, bis es kleine und große Erfolge erreicht. Dies stärkt das Selbstbewusstsein und macht Ihr Kind selbständiger.

Schlaf ist ein Grundbedürfnis und wichtig zur Erholung und zum Verarbeiten von Gelerntem. Schlafentzug führt zu vielen negativen Auswirkungen. Sie wissen sicher wie unausgeglichen Ihr Kind ist, wenn es nicht geschlafen hat? Bei uns darf das Kind schlafen, in einem Schlafanzug o. ä. und in positiver schlaffördernder Atmosphäre. Es darf ausschlafen und wird nicht aus dem Tiefschlaf geweckt. Durch entsprechende Rituale und dem Umziehen zum Schlafen werden die Kinder gut auf den Schlaf vorbereitet, liegen immer in ihrem Bett und in ihrem Schlafraum.

Die Pädagoginnen erkennen, wann Ihr Kind müde ist und legen es zum Schlafen hin. Besonders kleinere Kinder brauchen noch einen Vormittags- und/oder Nachmittagsschlaf. Die Mittagsruhe nach dem Essen und einem ereignisreichen Vormittag entspricht den Bedürfnissen eines Kindes. Am Nachmittag ist Ihr Kind dann wieder ausgeruht und kann ohne Überforderungsanzeichen wieder Neues entdecken.

Eltern – Angebote - Dokumentation

Als Eltern sind Sie die wichtigsten Bezugspersonen Ihrer Kinder und nicht nur dadurch die wichtigsten Partner der Kita Biberbau. Deshalb gestalten die Pädagoginnen ihre Arbeit für die Eltern transparent. Individuelle Elterngespräche, Gesprächsrunden, gemeinsame Veranstaltungen und Hospitationen in der Gruppe tragen zu einer positiven Erziehungspartnerschaft bei. Auch der Austausch mit anderen Eltern wird unterstützt.

Als Eltern bekommen Sie von uns in regelmäßigen Abständen über Aushänge, Elternbriefe und über das Intranet Informationen zu unserer Arbeit, den Aktivitäten und allen organisatorischen Themen. Auch Bilder aus dem Alltag Ihres Kindes laden wir für Sie im Intranet hoch.

Gemeinsam mit dem Elternbeirat werden die Schwerpunkte der Zusammenarbeit im Rahmen unseres Konzepts festgelegt und mögliche Formen der Mitsprache und Mitbestimmung angeboten. Neben der Planung und Gestaltung von regelmäßigen Informations- und Bildungsveranstaltungen für Sie werden auch gemeinsame Projekte in der Einrichtung besprochen. Schließlich kann sich der Elternbeirat in enger Abstimmung mit dem Träger und dem pädagogischen Personal bei der Weiterentwicklung des Konzepts einbringen.

Eine genaue Satzung für den Elternbeirat wird in Zusammenarbeit mit diesem nach der Eröffnung der Einrichtung verfasst, verabschiedet und veröffentlicht.

Beobachten und Dokumentieren sind zentrale Aufgaben für die Pädagoginnen in frühkindlichen Erziehungs- und Bildungskontexten. Dadurch werden Basisinformationen gesammelt, die für die Gestaltung der pädagogischen individuellen Förderung der kindlichen Entwicklung wichtig sind. Zur Beobachtung zählen sowohl das strukturierte, zielgerichtete Beobachten durch z. B. geschlossene Entwicklungstabellen als auch das wahrnehmende, entdeckende Beobachten durch offene Situationsbeobachtung. Beiden Formen der Beobachtung sind Maßnahmen zur Dokumentation individueller Entwicklungsaspekte jedes Kindes, wie z. B. die körperliche oder sprachliche Entwicklung.

Dabei steht im Vordergrund die Gewinnung von Informationen und nicht die Wertung von Kindern. Die gewonnenen Informationen dienen den Pädagoginnen für mehrere Zwecke: Einerseits nutzen sie diese als Grundlage um Ihnen im halbjährlichen Entwicklungsgespräch umfangreiche und sehr genaue Informationen über den Entwicklungsstand Ihres Kindes zur Verfügung zu stellen; andererseits nutzen sie diese mit Ihrem Kind zusammen, um ihm die Möglichkeit zu bieten seine eigenen Erfahrungen für sich immer wieder in Augenschein zu nehmen.

Das so gewonnene Entwicklungsprofil basiert auf den Beobachtungen des vertrauten Erziehungspersonals im Kinderalltag. Der Entwicklungsstand des Kindes wird aufgrund seiner alltäglichen Verhaltensweisen in seiner gewohnten Umgebung eingeschätzt. So können pädagogische Angebote aufgrund der Beobachtungen auf die Bedürfnisse Ihres Kindes angepasst werden. Dadurch vermeiden die Pädagoginnen eine Unter- oder Überforderung Ihres Kindes.